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sim-karten vergleich prepaid: Tarife im Überblick

17 ore fa
Tempo di lettura: 6 min

Anbieter, Netze und Marken im Prepaid-Vergleich: Swisscom, Sunrise und Salt sowie Coop, Migros, Lidl und Aldi

Wer einen sim-karten vergleich prepaid anstellt, merkt schnell: Der Schweizer Markt wirkt grösser, als er ist. Netze betreiben nur drei Unternehmen, nämlich Swisscom, Sunrise und Salt. Laut Saily bieten alle drei Prepaid-Optionen mit unlimitierten Daten an. Alles andere sind Marken, die auf einem dieser Netze aufsetzen. Das zählt bei der Wahl, denn die Netzabdeckung am Wohnort oder entlang Ihrer Pendelstrecke hängt vom Netz dahinter ab, nicht vom Namen auf der Verpackung.

Coop Mobile und Migros Mobile laufen auf dem Swisscom-Netz, wie die Anbieterseiten von Coop Mobile und Migros Mobile zeigen. Lidl Connect nutzt laut Comparis das Salt-Netz, Aldi Mobile das Sunrise-Netz. Wer also im Supermarkt eine Prepaid-SIM mitnimmt, entscheidet sich faktisch für ein Netz, auch wenn er nur den Preis vergleicht.

Wo bekommt man die Karten? Laut Wise bei Migros und Coop, bei Discountern wie Aldi und Lidl, in Telekom-Shops und in Elektronikmärkten. Das hat einen praktischen Vorteil: Sie nehmen die Karte sofort mit und erledigen die Registrierung gleich vor Ort.

Für die Entscheidung lassen sich die Marken grob einordnen. Coop und Migros passen, wenn Sie das bewährte Swisscom-Netz wollen und mit einem einfachen Tarifmodell leben können. Lidl Connect und Aldi Mobile sprechen preisbewusste Kunden an, die Salt beziehungsweise Sunrise als Netz akzeptieren. Die Netzbetreiber selbst lohnen sich, wenn Sie nur für kurze Zeit unlimitierte Daten brauchen, etwa während eines Aufenthalts. Weitere Marken wie Wingo, yallo oder Mucho tauchen in den Vergleichsportalen regelmässig auf; ihre Tarife schauen wir uns im nächsten Abschnitt an. Einen aktuellen Überblick finden Sie auch in unserem Mobilfunk-Vergleich.

Gerade für Leserinnen und Leser in der Südschweiz gilt: Eine geprüfte Aussage zu italienischsprachigen Anbietern oder zu regionalen Besonderheiten liefert die Recherche nicht. Achten Sie deshalb vor allem auf die Netzabdeckung am eigenen Wohnort und darauf, ob Support und Registrierung in Ihrer Sprache möglich sind.

Kosten im Vergleich: SIM-Preis, Aktivierung, Startguthaben und Monatskosten der wichtigsten Tarife

Bei Prepaid setzen sich die Kosten aus mehreren Bausteinen zusammen: dem Preis der SIM-Karte oder der Aktivierungsgebühr, einem möglichen Startguthaben und den laufenden Kosten pro Monat, pro Tag oder pro Minute. Wer nur auf den Monatspreis schaut, rechnet zu kurz.

Ein konkretes Beispiel liefert Coop Mobile Prepaid: keine monatlichen Kosten, 19.80 CHF für die SIM, 15 CHF Startguthaben, 0.29 CHF pro Minute und 0.15 CHF pro SMS. Das Startguthaben senkt die Einstiegshürde nur teilweise, denn die 19.80 CHF für die SIM sind zunächst ausgegeben. Das Modell passt, wenn Sie die Karte selten brauchen und nur bei Bedarf Guthaben aufladen.

Bei Migros Mobile fällt laut Anbieterseite eine Aktivierungsgebühr von 19.80 CHF an. Dazu kommen die Pakete Easy S, M und L für 4, 9 und 14 CHF pro 30 Tage. Sie zahlen also einmal die Einstiegsgebühr und danach ein klar abgegrenztes Paket. Das ist übersichtlicher als eine Abrechnung nach Minuten, setzt aber voraus, dass Sie das passende Paket wählen.

Die Netzbetreiber setzen eher auf Zeitfenster. Laut Saily kostet bei Sunrise Prepaid Unlimited das Starterpaket 19.90 CHF inklusive 20 CHF Guthaben, danach 2.50 CHF pro genutztem 24-Stunden-Zeitraum. Bei Salt gibt es laut derselben Quelle eine Gratis-SIM mit 10 CHF Guthaben, unbegrenzte Daten kosten 1.99 CHF pro Tag. Solche Modelle sind für kurze Phasen mit hohem Datenbedarf gedacht, nicht für Dauernutzer.

Als Orientierung für den Dauerbetrieb dient die Spanne aus dem Prepaid-Vergleich von bonus.ch: Bei Anbietern wie TalkTalk, Mucho, Wingo, yallo und Lidl Connect liegen die Gesamtkosten zwischen rund 4 und 12 CHF pro Monat. Das ist eine Portalangabe, keine amtliche Statistik, und sie hängt vom gewählten Paket ab.

Wichtig: Alle genannten Preise haben ein Erhebungsdatum, und das ist nicht bei jeder Quelle dasselbe. Prüfen Sie vor dem Kauf den aktuellen Stand direkt beim Anbieter. Tarife ändern sich, und was gestern galt, kann heute überholt sein.

Jahreskosten nach Nutzungsprofil: Wenignutzer, Vielnutzer und Tagespass mit SIM-Preis und Aktivierungsgebühr

Der Monatspreis täuscht, solange man die Einmalkosten nicht auf das Jahr verteilt. Rechnen wir mit den belegten Tarifen, ausdrücklich als Beispielrechnung mit den Preisen der Anbieterseiten und nicht als Prognose.

Wenignutzer. Wer vor allem erreichbar sein will, fährt mit einem Modell ohne Grundgebühr am besten. Bei Coop Mobile Prepaid fallen keine monatlichen Kosten an. Im ersten Jahr zahlen Sie die 19.80 CHF für die SIM, erhalten aber 15 CHF Startguthaben. Was Sie darüber hinaus verbrauchen, richtet sich nach den Minuten- und SMS-Preisen. Für Wenignutzer ist das oft das günstigste Jahr, weil monatlich kein fixer Betrag anfällt.

Mittlere Nutzung mit Datenpaket. Bei Migros Mobile summieren sich die Pakete: Easy S kostet 4 CHF pro 30 Tage, hochgerechnet auf zwölf Monate rund 48 CHF, dazu kommen die 19.80 CHF Aktivierungsgebühr. Weil ein Paket 30 Tage und nicht einen Kalendermonat umfasst, ergeben sich über ein Jahr etwas mehr als zwölf Abrechnungszeiträume; rechnen Sie also mit einem leicht höheren Betrag. Easy M und L kosten 9 und 14 CHF pro 30 Tage und entsprechend mehr.

Vielnutzer. Hier wird Prepaid schnell teuer. Die Spanne von 4 bis 12 CHF pro Monat laut bonus.ch gilt für die dort verglichenen Tarife; wer deutlich mehr Daten braucht, landet in höheren Paketen. Laut pctipp.ch liegen zwischen Postpaid-Abos und Prepaid oft 30 CHF oder mehr Unterschied pro Monat bei sehr ähnlicher Leistung. Wer viel nutzt, prüft deshalb besser auch ein SIM-only-Abo.

Tagespass. Die Tagesmodelle der Netzbetreiber sind im Dauerbetrieb am teuersten. Salt verlangt 1.99 CHF pro Tag für unbegrenzte Daten, Sunrise 2.50 CHF pro genutztem 24-Stunden-Zeitraum, jeweils laut Saily. Bei dreissig Tagen Nutzung kommen Sie bei Salt rechnerisch auf rund 60 CHF, bei Sunrise auf rund 75 CHF, jeweils ohne Einstiegskosten. Für ein langes Wochenende oder eine Reise ist das attraktiv, als Jahreslösung nicht.

Die Faustregel: Je seltener Sie die Karte brauchen, desto stärker zählen SIM-Preis und Aktivierung; je häufiger, desto stärker zählt der Preis pro Paket. Legen Sie deshalb bei einem sim-karten vergleich prepaid die Einmalkosten und die Paketpreise auf zwölf Monate um, bevor Sie sich entscheiden.

Prepaid oder monatlich kündbares Abo: Unterschiede, Kostenfallen und Entscheidungshilfe

Die Grenze zwischen beiden Modellen ist unschärfer, als sie wirkt. Prepaid heisst: Sie laden im Voraus Guthaben auf oder buchen ein Paket, ohne Vertragsbindung und ohne Bonitätsprüfung. Ein Abo ohne Mindestlaufzeit ist dagegen postpaid und wird am Monatsende abgerechnet. Klassische Postpaid-Verträge binden laut alao.ch meist 12 bis 24 Monate. Der Unterschied zwischen einem Abo ohne Mindestlaufzeit und einer Prepaid-Karte lässt sich also kurz fassen: Prepaid zahlen Sie vorab und behalten die Kostenkontrolle, das monatlich kündbare Abo zahlen Sie nachträglich und bekommen oft mehr Leistung pro Franken.

Die Kostenfallen unterscheiden sich je nach Modell. Bei Prepaid stecken sie im Detail: Einmalkosten für SIM oder Aktivierung, die Abrechnung pro Minute und SMS ausserhalb von Paketen (bei Coop Mobile 0.29 CHF pro Minute) und der Verfall von Guthaben oder Paketen. Zu Letzterem liefert die Recherche keine geprüfte, datierte Übersicht je Anbieter. Fragen Sie also direkt nach, wie lange Guthaben und SIM gültig bleiben. Beim monatlich kündbaren Abo lauern die Fallen eher in automatischen Verlängerungen und in Zusatzoptionen, die den Preis über das beworbene Angebot heben.

Wann lohnt sich Prepaid? Wenn Sie wenig telefonieren, die Karte für Kinder oder als Zweitkarte brauchen, keine Bonitätsprüfung wünschen oder die Ausgaben strikt begrenzen wollen. Wann lohnt sich das Abo? Wenn Sie regelmässig viele Daten verbrauchen: Der von pctipp.ch beschriebene Unterschied von oft 30 CHF oder mehr pro Monat fällt dann ins Gewicht.

So gehen Sie vor: Schätzen Sie Ihren Datenverbrauch und Ihre Telefonminuten pro Monat. Rechnen Sie die Prepaid-Variante samt Einmalkosten auf zwölf Monate hoch und stellen Sie sie einem monatlich kündbaren SIM-only-Tarif gegenüber. Wer unsicher ist, kann mit Prepaid starten und später wechseln, denn eine Vertragsbindung besteht nicht. Wie sich beide Modelle bei Ihrem Verbrauch schlagen, zeigt unsere kostenlose Analyse der eigenen Mobilfunkrechnung.

Vor dem Kauf prüfen: Registrierungspflicht mit Ausweis, eSIM-Verfügbarkeit, Gültigkeit des Guthabens und Stand der Preise

Vier Punkte sollten Sie klären, bevor Sie bestellen.

Registrierung mit Ausweis. Braucht man eine Registrierung? Ja. Laut SRF müssen Verkäufer die Personendaten anhand eines Ausweises prüfen und registrieren; die Pflicht besteht seit 2004. Versprechen wie «Prepaid ohne Registrierung» sind deshalb mit Vorsicht zu lesen. Halten Sie Ihren Ausweis bereit, und rechnen Sie bei Zustellung per Post damit, sich auch beim Empfang auszuweisen.

eSIM-Verfügbarkeit. Ob es eine eSIM für Prepaid gibt, hängt vom Anbieter ab. Laut dschungelkompass.ch (Stand 10.09.2025) bieten praktisch alle Anbieter eine eSIM an, für Coop Mobile, Migros Mobile und Wingo war damals jedoch keine Prepaid-eSIM erhältlich. Belegt ist also: Zum genannten Datum betraf das diese drei. Da sich die Lage ändern kann und die Quellen sich teils widersprechen, prüfen Sie die Verfügbarkeit direkt beim Anbieter.

Gültigkeit des Guthabens. Wie lange eine Prepaid-SIM oder das Guthaben gültig ist, unterscheidet sich je Anbieter, und eine verlässliche, datierte Übersicht liegt hier nicht vor. Klären Sie die Frist vor dem Kauf, damit Ihr Guthaben nicht ungenutzt verfällt, besonders bei einer Zweitkarte, die Sie selten verwenden.

Stand der Preise. Alle Tarifangaben in diesem Artikel stammen aus Anbieterseiten und Vergleichsportalen unterschiedlichen Alters. Verstehen Sie sie als Orientierung und kontrollieren Sie den aktuellen Preis vor dem Kauf. Welche Karte die günstigste ist, beantwortet am Ende nur Ihr Profil: Für Wenignutzer ist es das Modell ohne Grundgebühr, für Vielnutzer eher ein monatlich kündbares Abo, für kurze Aufenthalte ein Tagespass. So behalten Sie bei Ihrem sim-karten vergleich prepaid die Gesamtkosten im Griff, statt sich vom beworbenen Monatspreis leiten zu lassen.

 
 
 

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